Du bist keine Konkurrenz

Das Gefühl von “du bist meine Konkurrenz“ und ich gönne dir den Erfolg nicht, kenne ich nicht. Warum sollte ich so denken?  Wir sind alles Kollegen. Das ist meine Einstellung. Denn jeder Kolumnist und Autor hat andere Gedanken und jeder Illustrator, einen anderen Strich. Wir wollen doch nicht alle denselben Kunden mit unserer Tätigkeit bedrängen. Oder? Ich weiß manchmal nicht, was dieser Neid oder diese Missgunst soll. Fühle mich nicht richtig hier. Ich möchte die Welt am liebsten umarmen und sagen:„Hey, lass uns doch alle zusammen ein Buch schreiben. Jeder schreibt etwas, die anderen illustrieren und wir machen ein mega Event draus." Das wäre ein Traum von mir. Wir schließen uns alle für 2 Wochen irgendwo ein, am besten ein Haus am Meer, tauschen uns aus, inspirieren uns gegenseitig, abends kochen und trinken wir zusammen und dann - BÄNG - Veröffentlichung. Das wäre der absolute Hit. Ich frage mich nur, warum geht das oft nicht? Es herrscht immer nur - “psst, haste gesehen, was die für ein Auto fährt? Die ist doch nur zu Hause. Was macht die eigentlich den ganzen Tag? Und ihr Mann? Der ist auch oft da und dann fährt er mal wieder für ein paar Tage weg." Aber was da hinter steckt, sieht keiner!

Alles eine Frage des Geldes

...definitiv NEIN! Nicht das ich nicht auch auf das Geld anderer Leute(Kunden hat man ja noch keine) angewiesen wäre. Denn jeder weiß, wenn man sich gerade erst aus einem Angestelltenverhältnis heraus selbstständig gemacht hat und dazu auch noch ein Haus  füttern muss, dass er sich wohl oder übel, auf kurz oder lang, mit den Banken beschäftigt! Jedoch geht bei mir nichts über den Preis. 

Was ist dein Preis?

Wie weit dürfen wir überhaupt mit unserem Preis runter gehen? Was sind wir uns wert und was war unser Grund für die Selbstständigkeit? Sicherlich gibt es ganz viele Menschen, die nur auf das Geld achten. Aber auch die haben einen Grund. Dazu werde ich in den kommenden Tagen noch etwas posten. Aber nun wieder zur Sache. Zurück zu der Frage, in wie weit dürfen wir mit unserem Preis spielen? Wir wollen nicht als Billigware abgestempelt werden. Denn auch hier sagen die Profis auf dem Markt: ,,Bietest du dich am Anfang billig an, ist es nur sehr schwer dort wieder raus zu kommen.“ Richtig! 

Was bietest du an? Deine Dienstleistung oder Ware? EGAL!

Was ist es, was du für deine Kunden hast? Billigware oder ein hochwertiges Produkt? Möchtest du eher auf Masse gehen und dabei auf die individuellen Wünsche der Kunden verzichten? Möchtest du eine(r) von vielen sein, oder willst du dich von der Masse abheben? Was passiert denn, wenn du viele Aufträge für wenig Geld annimmst, nur um an Kunden zu kommen, jedoch die Zeit fehlt dir am Ende, um den Auftrag ordentlich auszuführen? Denke immer daran, egal was du tust, es gibt eine Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit. Dazu kommt noch der ganze Verwaltungskram. Wer macht deine Buchhaltung (ok, hoffentlich dein Steuerberater) aber wer sammelt die Belege, schreibt deine Rechnungen wenn du keine Angestellten hast, was sich am Anfang sicher als schwierig erweisen wird. Und wer stellt dir die Termine zusammen, führt deine Telefonate oder schreibt deine Artikel, wie ich jetzt hier auf LinkedIn? Natürlich gibt es für alles das richtige Tool. Jedoch auch diese Tools wollen vorher von dir gefüttert werden. Und dann stellt sich für mich persönlich immer und immer wieder die wichtigste Frage. 

Was für Kunden wünschst du dir?

Mit wem will ich NICHT zusammenarbeiten? Ich habe von meinen Kunden genaue Vorstellungen. Du auch? Möchtest du einen Kunden, der nur nörgelt, nie zufriedenzustellen ist, über deine Zeit verfügt, dir vorschreibt wie du deinen Job zu machen hast? Ich möchte Kunden, mit denen ich gut zusammenarbeiten kann, langfristig eine gute Bindung aufbaue und mit dem ich meine Werte teile. Denn das ist es, was uns erst richtig glücklich macht. Wir wollen doch oft jemanden, der ähnlich tickt wie wir selber. Oder liege ich da falsch? Ich als Illustratorin und Coach, denn damit habe ich mich selbstständig gemacht, möchte fühlen was mein Gegenüber für ein Mensch ist, was er liebt und welche Visionen er lebt. Wenn ich das spüren kann, dann kann ich auch gute Arbeit leisten. Und dann ist es am Ende keine Geldfrage. Denn dann ist es gegenseitiges Verständnis für die Zeit und die Qualität die man in eine Arbeit steckt.

Corona hin, Corona her...

... wir denken alle an unsere Sorgen und Probleme. Wir zerfleischen uns und werden immer egoistischer.

 

Aber was ist mit unseren Kindern?

Ja, wir lesen und schreiben viel darüber... Die Schule und unsere Kinder in Zeiten von Corona. Auch ich bin Mutter wie mein Netzwerk ja schon weiß und auch wir haben mit der Situation zu Kämpfen. Darum ist es um so wichtiger jetzt einen Zusammenhalt in jeglicher Form herzustellen. 

Alle reden von Corona, von Isolation und ihren Problemen. Aber habt ihr einmal darüber nachgedacht, wie schwer es für unsere Kinder ist? Sie wurden aus ihrem Alltag gerissen, aus ihrer Umgebung. Sie dürfen nicht zur Schule, ihre Freunde nicht mehr treffen und auf den Spielplatz um all ihre Energie in Form von Fußball, rennen, klettern, rutschen, schaukeln oder einfach nur rumsitzen und quatschen zu stecken. Und wisst ihr was erschwert hinzu kommt?

 

Die Selbstorganisation.

Wir im Homeoffice geben uns Tipps wie wir unseren Alltag strukturieren. Wir Erwachsene haben doch auch die Probleme. Aber wisst ihr, wie es für unsere Kinder ist? Sie bekommen täglich anhand eines Stundenplans gesagt, wo, wann und wie sie sich aufzuhalten haben. Der Gong geht und alles läuft automatisiert ab. Stühle rücken, ein Blick auf den Plan und dann husch, husch ins nächste Klassenzimmer. Denn wir leben in einem Zeitalter, wo die Kinder zu den Lehrern laufen und nicht umgekehrt. Deutsch in Raum 216, Englisch in Raum 318, dann noch schnell zum Sport - Mist Ranzen in die Ecke und Turnbeutel holen, ab übers Schulgelände in die Sporthalle. Dann Kunst in Raum 220. Puh, endlich Schulschluss.

Jetzt nach Hause und dann erst einmal etwas essen und dann wenn es die Zeit erlaubt noch mit Freunden treffen. Keine Hausaufgaben auf. YEA!

Und jetzt?

Aufstehen bitte, los, komm, es sind keine Ferien. Du musst was tun für die Schule. Ok, ... langsam wird sich aus dem Bett gequält, ab ins Bad und dann Frühstück. Laptop auf... Mist - wieder kein Netz. Mama und Papa hängen ja auch drin. Super, endlich drin. Und jetzt? Was ist das denn? Die Anmeldung auf dem Schulportal funktioniert schon wieder nicht? Na super. Server überlastet! 2 Stunden später geht es dann wieder. Luft ist aber schon aus, als die Nachricht zu lesen ist. “Abgabetermin seit 3 Tagen und 2 Stunden überschritten“ Na toll... dann noch die Aufgaben von gestern und heute. Nachricht von der Lehrerin “Ich konnte deine Dateien leider nicht lesen. Kannst du sie mir bitte noch einmal zusenden?“

So geht es doch ständig. Was machen wir Erwachsenen in so einer Situation? Wir arbeiten spät am Abend oder in der Nacht. Dann wenn unsere Kinder schlafen sollen.

Und wie sieht es mit deren Wut, Angst und sonstigen Gefühlen aus? Denken wir eigentlich darüber nach? Sie können sich nur über Handy austauschen oder dem Pad. Was sie aber nicht immer sollen, weil sie dort ja auch nur Reizüberflutet werden.

Wir haben jetzt etwas gemacht, was vielleicht in der Situation hilfreich sein kann. Wenigstens ein bisschen. Wir sind noch enger zusammen gerückt und haben unsere Tochter einen Arbeitsplatz an unserem Tisch eingerichtet. Denn ihr dürft nie vergessen. In der Schule sind sie nicht alleine. Sie müssen sich nicht selber organisieren. Ich kann es vielleicht von der 8ten Klasse so langsam erwarten. Aber 5te oder 6te Klasse? Mit 11 Jahren und dann auch noch in der Pubertät? Was denken wir uns eigentlich immer? Ist es nicht unverschämt zu erwarten, dass alles glatt läuft?

Was ist mit den Gefühlen unserer Kinder? Wir wissen noch nicht einmal richtig mit der jetzigen Situation umzugehen. Zerfleischen uns, feinden uns an, werden immer egoistischer. Aber warum verlangen wir von unseren Kindern immer so viel? Ist es denn nicht schon schwer genug? Warum muss man sie dann noch mit Aufgaben überhäufen uns sie ständig daran erinnern, was sie nicht gemacht haben. Warum haben es manche noch nicht begriffen, dass unsere Kinder mit ihren Gefühlen oft ganz schön blöd dastehen. Unterricht selber durchlesen, dann noch bearbeiten mit den ganzen Problemen die zu ihren eigenen noch dazu kommen?

Denkt einmal darüber nach, dass sie jetzt auch alleine sind. Isoliert von Gleichaltrigen, von ihrem Hobby und ihren Freunden.

Ich kann mir nun mal kein Zertifikat aus dem A.... zaubern

Ich würde es gerne! Ich kann es aber nicht! Ist die #Illustration frech? Egal! Bin ich auch!

Ich arbeite #Agil
Ich bin ein #Scrum
Ich bin #Vielbegabt
Ich bin #Hochsensibel
Ich bin eine #Führungskraft
Ich bin #Illustratorin
Ich bin #Kauffrau
Ich bin #Empathisch
Ich bin #Flexibel aber nicht angepasst
Ich bin eine #Netzwerkerin
Ich bin #Humorvoll
Ich bin #Harmoniebedürftig
Ich bin eine #Atmosphärikerin
Ich bin ein #Contentcreator
Ich passe auf die #Bühne
Ich bin #Coach
Ich bin #Motivatorin

Was bin ich nicht?

Leise
Ungerecht
Lügnerin
Unloyal
Unverbindlich
A......
uvm

Aber verdammt noch mal - ich habe nicht für alles #Zeit gehabt. Ich habe gearbeitet, mich auf meinen Job konzentriert, mich um meine Kinder gekümmert und der Tag hat nur 24 Stunden.Was wollt ihr eigentlich alle? Jung, hübsch, 50 Jahre Lebenserfahrung, 80 Jahre Berufserfahrung, unabhängig und Zertifikatlastig!
Ist das die #Lösung für dein #Unternehmen? Glaubst du so, #Mitarbeiter zu finden? Warum suchst du dann ständig? So wird deine Suche NIE enden.